Die Fliegentruppe

Zum Schützenfest im Jahre 1971 traten hinter einer 15 Mann starken Kapelle noch ganze 9 (in Worten –neun-) Schützen zum Abmarsch an.

Ab 1972 wollten gegen dieses Manko entschieden ankämpfen die Schützenbrüder Karl-Heinz Walther, Alfred Ciesielski, Udo Lau und Siegfried Michaelis.

Der Grundgedanke war, an sämtlichen Veranstaltungen des Schützenvereins bedingungslos teilzunehmen und so vielleicht andere Mitglieder des Vereins zum Mitmachen anzuregen.

Als äußeres Erkennungsmerkmal trug man eine Fliege, statt des grünen Binders am Schützenfestsonntag, was natürlich auch heute noch so ist. Mit Witz und guter Laune wurde so das damals „steife“ Schützenfest lockerer gemacht.

Anfang der 80ziger Jahre konnte sich die Truppe durch Norbert Langer und Joachim Ibsch verstärken. Größer sollte die Fliegentruppe jetzt nicht mehr werden, wollte man den Verein doch nicht schwächen, sondern das Gegenteil erreichen.

Die aus dem Schützenfestablauf nicht mehr wegzudenkende Kanone wurde gebaut und das Schützenvolk sowie die Höferschen Bürger mit der Erschaffung immer neuer Fahrzeuge überrascht.

Anfangs sehr bescheiden auf einem alten Jauchefass, einem breiten Tellerdüngerstreuer oder 2 Mann auf einem „Nebeneinandertandem“.

Oft wurde die Truppe durch die diversen Königswürden dezimiert, aber dann hatte der Verein Vorrang und man musste präsentieren und mit marschieren. Später kamen unvergessene Fahrzeuge wie der grün-weiße Käfer, der stinkende Trabbi oder der Gabelstapler mit „unserem Wohnzimmer“ hinzu.

amgÜbrigens lebte der Käfer in schwarz-gold beim Bergmannsverein „Glück Auf“ Höfer noch weiter und bekam sein Gnadenbrot beim Bergmannsverein Wathlingen. Der Trabbi lebte noch ein paar Jahre in Beedenbostel und Dedelstorf.

Der viel zu frühe Tod von Udo Lau 1992 hinterließ eine schmerzhafte Lücke bei uns. Wir waren aber damals schon gefestigt genug, um auch solche Schicksalsschläge wegstecken zu können und verstärkten uns durch Gerhard Koch – wir waren wieder sechs Schützenbrüder und machten froh, munter und witzig, auch in Udos Sinn, weiter.

Nicht allein durch uns, aber sicherlich mit uns ist das Schützenwesen in Höfer nie zur „Steifheit“ eingefroren.

Gruppierungen wie z.B. 1989 den „Wikingern“ haben wir Mut gemacht. Die jüngere Generation, wir sind immerhin zwischen 60 Jahre und 82 Jahre, hat sich in einer „Hüttencrew“ formiert. Auch hier zählen wir sicherlich zu den Wegbereitern.

Die Fahnenträger sind enger zusammengerückt. Wobei bei uns, wie auch bei allen anderen immer das Interesse des Vereins im Vordergrund steht.

Seit 1981 schießen wir auch einen Fliegentruppenkönig aus. Nur so wissen wir, wo die nächste Fliegentruppen-Jahreshauptversammlung stattfindet. Von unseren Frauen werden wir dann immer köstlich bewirtet, wofür wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken möchten.

Auch für euer Verständnis, eure Einsicht und Nachsicht haben wir zu danken.

Ständig zu neuen Taten bereit, witzig und gut gelaunt, gratuliert die Fliegentruppe dem Schützenverein Höfer von 1912 e.V. zum 100jährigen Jubiläum und wünscht den Festtagen einen Verlauf.

Auch wir sind dabei…..

Karl-Heinz Walter, Alfred Ciesielski, Siegfried Michaelis, Norbert Langer, Joachim Ibsch und Gerhard Koch